``Otter spotter`` - Jugend forscht

Wie verhalten sich Fischotter vor und nach der Fütterung? Dieser Frage ist die 13-jährige Yara Vieth im Rahmen eines
„Jugend forscht“-Projekts im Wildpark Lüneburger Heide nachgegangen. Am Donnerstag, 5. Februar 2026, präsentierte
sie ihre Forschungsergebnisse der Regional-Jury von „Jugend forscht (Junior)“ an der Leuphana-Universität Lüneburg. Im Fachbereich Biologie ihrer Altersklasse gewann sie den 1. Platz!

Yara Vieth besucht die 7. Klasse des Gymnasiums am Kattenberge in Buchholz, lebt in Trelde und engagiert sich neben
der Schule in der Jugendfeuerwehr. In ihrer Freizeit betreibt sie außerdem gern Aerial Yoga. Ihr Interesse an Naturwissenschaften
vertiefte sie im Rahmen eines Schulbesuchs der Zukunftswerkstatt Buchholz, die Kinder und Jugendliche
für Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften und Technik (MINT) begeistert und unter anderem „Jugend forscht“-
Projekte begleitet.

Dort lernte Yara Kirsten Lösch kennen, die sich ehrenamtlich in der Zukunftswerkstatt engagiert und gleichzeitig in der
Wildparkschule unseres Wildparks tätig ist. Da Yara Tiere sehr mag, kamen beide schnell ins Gespräch.
Yara äußerte den Wunsch, ein eigenes „Jugend forscht“-Projekt im Wildpark durchzuführen. Zu diesem Zeitpunkt war
gerade die neue, weitläufige und moderne Fischotter-Anlage im Wildpark eröffnet worden – mit viel Platz und Wasser
zum Spielen und Tauchen. Schnell stand fest: Yaras Forschung sollte sich den Fischottern widmen.

Bei einem ersten Besichtigungstermin im September 2025 legten Kirsten Lösch und Yara gemeinsam das Thema fest:
„Dokumentation des Verhaltens von Fischottern vor und nach deren Fütterung“. In den folgenden Wochen besuchte
Yara den Wildpark mehrfach und beobachtete die vier Fischotter Binca und Otto sowie deren Nachwuchs Anna und
Belle. Dabei dokumentierte sie genau, in welchen Bereichen der Anlage sich die Tiere bevorzugt aufhielten.
Das Ergebnis überraschte die junge Forscherin: Am liebsten hielten sich die Otter im flachen Wasser auf – direkt vor
den Augen der Besucherinnen und Besucher. „Ich hatte eigentlich erwartet, dass sich die Otter mehr im tiefen Wasser
aufhalten“, berichtet Yara. Die Fischotter zählen zu den Publikumslieblingen im Wildpark und erfreuen sich großer Beliebtheit.

In den Weihnachtsferien entstand mit Unterstützung von Kirsten Lösch eine zehnseitige Forschungsarbeit mit der
Überschrift „Otter-Spotter“. Zusätzlich erarbeitete Yara ein Präsentationsplakat sowie ein Modell der Fischotter-Anlage
für die Jury. „Da gingen die ganzen Weihnachtsferien für drauf“, sagt sie rückblickend.

Yara, die sich vorstellen kann, später einmal Tierärztin zu werden, zieht ein positives Fazit: Das Projekt habe deutlich
mehr Zeit in Anspruch genommen als zunächst gedacht – insbesondere die schriftliche Ausarbeitung sei sehr aufwendig
gewesen. Am meisten Spaß gemacht habe ihr jedoch die Zeit bei den Tieren im Wildpark. Trotz der vielen Arbeit
steht für sie fest: Sie würde jederzeit wieder an einem solchen Projekt teilnehmen.

Am 05. Februar präsentierte Yara ihre Ergebnisse der Regional-Jury von „Jugend forscht“ an der Leuphana-Universität Lüneburg und erreichte den ersten Platz in ihrer Altersklasse und qualifizierte sich damit für den Landeswettbewerb im April.

Herzlichen Glückwunsch liebe Yara, wir drücken die Daumen für den Landeswettbewerb!

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