Moschusochse

Beschreibung

Der Moschusochse, auch als Bisamochse oder Schafsochse bezeichnet, ist ein Paarhufer aus der Unterfamilie der Antilopinae, innerhalb dieser gehört er in die Verwandtschaftsgruppe der Ziegenartigen. Die bis zu 1,50 m hohen männlichen und bis zu 1,30 m hohen weiblichen Tiere sind Bewohner der arktischen Tundrenund heute ursprünglich nur noch in Grönland, Kanada und Alaska zu finden. 1974 wurde jedoch in Nordsibirien auf der Taimyr-Halbinsel eine Herde Moschusochsen aus Kanada und Alaska wieder erfolgreich angesiedelt, der Bestand wird heute auf 3000 bis 4000 Tiere geschätzt. Kleinere Herden leben inzwischen auch in Norwegen und Schweden.

Ihren Namen verdanken die Moschusochsen dem Umstand, dass die Männchen zur Paarungszeit eine Substanz in den Urin abgeben, die moschusartig süßlich riecht; eine Moschus-Drüse wie etwa der Moschushirsch besitzen die Moschusochsen jedoch nicht. In Inuktitut, der Sprache der Eskimos, heißt der Moschusochse Umimmaq(d. h. „Tier mit Fell wie ein Bart“, von umik „Bart“). Der lateinische Artname Ovibos bedeutet „Schafsochse“.

Steckbrief

Herkunft Kanada, Grönland, Alaska
Lebensraum Tundra
Nahrung Gräser, Seggen, dazu Blütenpflanzen, Laub von Sträuchern
Körperlänge  230 – 250 cm
Gewicht bis zu 410 kg
Tragzeit 8–9 Monate


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